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Senkung der Schneekrabbenquoten und hohe Nachfrage

19.03.2018

Immer mehr Märkte öffnen ihre Augen für die delikate Schneekrabbe. Der Aufwärtstrend bei der Nachfrage schafft eine Marktlücke, da die Quoten zum Schutz der Biomasse weiter sinken. Royal Greenland hat in den letzten Jahren massiv in Schneekrabben investiert und kann nun eine stabilere Versorgung bieten.

Übersicht über die weltweiten Fänge

Trotz der Tatsache, dass die Schneekrabbenbestände in der Barentssee und in Nordnorwegen wachsen, ist davon auszugehen, dass die Gesamtbiomasse in der Welt abnimmt. Aus diesem Grund werden die Quoten in Kanada und Alaska drastisch reduziert. Für das russisch-pazifische Gebiet wird für 2018 ein leichter Anstieg der Fischerei erwartet. Grönland ist ein sehr kleiner Akteur mit einer jährlichen Fangquote von 2.900 t, die stabil bleibt.

Weltweite Fänge in Tonnen Lebendgewicht

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Laut Norges Råfisklag, der Verkaufsorganisation norwegischer Fischer, wird der Rückgang der weltweiten Fänge für 2018 im Vergleich zu 2015 voraussichtlich 30 % betragen. Im gleichen Zeitraum ist der Preis um mehr als 40 % angestiegen, da die Nachfrage stabil zu bleiben scheint.

Royal Greenland stärkt seine Position in Bezug auf die Schneekrabbe

Als relativ kleiner Marktteilnehmer verarbeitet Royal Greenland seit über zwei Jahrzehnten Schneekrabben aus Grönland. Mit der Übernahme von Quin-Sea Fisheries Ltd. in Neufundland, Kanada, durch Royal Greenland, wurde die Schneekrabbe jedoch zu einer strategischen Art in der Nordatlantik-Strategie des Unternehmens. Darüber hinaus haben die jüngsten Investitionen in der Barentssee Royal Greenland eine starke Rolle bei der Versorgung des Weltmarktes ermöglicht.

Für 2018 verfolgen wir eine dreifache Sourcing-Strategie:

  1. Kontinuierliche Investitionen in das Sourcing in Grönland
  2. Beibehaltung oder Erhöhung des Anteils des Volumens in Kanada
  3. Neue Investition in Fischereifahrzeuge im Europäischen Nordmeer / in der Barentssee

Sourcing in Grönland

Royal Greenland verarbeitet Schneekrabben in drei Fabriken an der grönländischen Westküste – Paamiut, Qeqertarsuaq und Sisimiut –, die kürzlich aufgerüstet wurden. Alle Fabriken haben durch langfristige und starke Beziehungen zu lokalen Fischern eine stabile Versorgung.

Die ganzjährige Fischfangsaison in Grönland versetzt Royal Greenland in die Lage, Märkte auch außerhalb der traditionellen Zeitfenster zu versorgen, was fortgesetzt wird.

Sourcing in Kanada

Mit der Übernahme der Quin-Sea Fisheries Ltd. aus Neufundland im Jahr 2015 hat Royal Greenland seine Position in der kanadischen Schneekrabbenindustrie deutlich ausgebaut. Quin-Sea Fisheries betreibt drei Verarbeitungsfabriken in Neufundland – Old Perlican, Cape Broyle und Conche –, was es für lokale Fischer attraktiv macht, lokal zu liefern.

Die Saison liegt in dem traditionellen Zeitfenster von Mai bis August. Die Herausforderung für die kanadische Produktion liegt in der Senkung der Quoten, und es bleibt abzuwarten, wie sich dies auf das Sourcing von Royal Greenland auswirken wird.

Neues Sourcing im Europäischen Nordmeer/in der Barentssee

Ab Januar 2018 wird Royal Greenland mit dem Schiff „Arctic Opilio“, das in Kooperation mit lokalen Akteuren in Norwegen betrieben wird, an der Fischerei auf Schneekrabben in der Barentssee teilnehmen. Alle Produkte werden exklusiv von Royal Greenland vertrieben.

Für diese Fischerei dauert die Saison von Januar bis Mai, was es Royal Greenland ermöglicht, die Angebotssaison zu verlängern, indem wir zum Vorteil unserer Kunden früh beginnen.

Mit dem neuen Sourcing-Gebiet von Royal Greenland wird die Schneekrabbensaison verlängert, was eine kontinuierlichere Veräußerung von Lagerbeständen und einen längeren Kaufzeitraum für unsere Kunden ermöglicht.

Fangsaison für Schneekrabben

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Schneekrabbenfischerei

Die Schneekrabbe (Chionoecetes opilio) ist in den kältesten Gewässern der nördlichen Hemisphäre heimisch. Sie lebt typischerweise in Küstennähe und in den Fjorden, wo der Meeresboden schlammig oder sandig ist. Sie wurde schon in Tiefen zwischen 20 und 1.200 m gesichtet, ist aber normalerweise in 70 bis 280 m Tiefe zu finden.

Die Fischerei erfolgt in sechs Gebieten: Neufundland in Kanada, Sankt-Lorenz-Golf in Kanada, Alaska, russisches Pazifikgebiet, Grönland und in letzter Zeit auch in Nordnorwegen und der Barentssee.

In allen Gebieten werden die Krabben mit Korbreusen gefangen.

Die Korbreusen-fischerei hat nur sehr geringe Umweltauswirkungen und ist hoch selektiv, da keine anderen Arten gefangen werden. Die Korbreusen werden mit einer Leine sowie mit Kalmaren oder Fisch als Köder versehen und auf den Meeresboden hinabgelassen, wo sie 3 bis 4 Stunden verbleiben, um die Schneekrabben anzulocken. Durch die Konstruktion der Reuse können die Schneekrabben zwar hineingelangen, kommen aber nicht wieder heraus und sind so lebendig in der Reuse gefangen.

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